Einleitung

Die Sklerotherapie ist eine der etabliertesten und wirksamsten Behandlungsmethoden für sichtbare Venen an den Beinen. Der Eingriff wird seit Jahrzehnten zur Behandlung von Besenreisern und kleinen Krampfadern eingesetzt. Viele Patienten stören sich am Erscheinungsbild dieser Venen, wissen jedoch nicht, dass eine einfache Behandlung in der Praxis Abhilfe schaffen kann. Dabei wird eine Lösung direkt in die Venen injiziert, wodurch diese kollabieren und mit der Zeit verblassen. Ein Verständnis der Wirkungsweise hilft Patienten dabei einzuschätzen, ob die Behandlung für ihre Beschwerden geeignet ist. Dieser Artikel erläutert den Eingriff, die damit behandelbaren Erkrankungen und die realistischen Ergebnisse, die Patienten von dieser bewährten Venenbehandlung erwarten können.

Was ist Sklerotherapie?

Bei der Sklerotherapie, einem medizinischen Eingriff zur Behandlung von sichtbaren Venen, wird eine sklerosierende Lösung direkt in das betroffene Gefäß injiziert. Die Lösung reizt die Innenwand der Vene, sodass diese anschwillt, verklebt und sich schließlich verschließt. Der Blutfluss wird auf gesündere Venen umgeleitet. Die behandelte Vene wird über mehrere Wochen hinweg nach und nach vom Körper resorbiert. Sie verschwindet aus dem Blickfeld, während der Körper das verschlossene Gefäß abbaut. Die Sklerotherapie wird seit den 1930er Jahren angewendet und gilt nach wie vor als Goldstandard bei der Behandlung von Besenreisern und kleinen Krampfadern. Moderne Präparate und Techniken haben die Sicherheit und Wirksamkeit des Verfahrens weiter verbessert. Der minimalinvasive Eingriff wird in einer Praxis ohne Vollnarkose durchgeführt.

Was wird mit der Sklerotherapie behandelt?

Der Eingriff behandelt effektiv verschiedene Arten von sichtbaren Venen. Besenreiser sind die häufigste Indikation. Diese kleinen, roten, blauen oder violetten Äderchen liegen dicht unter der Haut und bilden netzartige Muster. Sie treten am häufigsten an den Beinen auf. Retikuläre Venen sind etwas größere, blaue oder grüne Venen, die die Besenreiser mit Blut versorgen. Die Behandlung dieser zuführenden Venen zusammen mit den Besenreisern verbessert das Ergebnis. Kleine Krampfadern, die noch nicht groß genug für eine chirurgische Behandlung sind, sprechen gut auf die Sklerotherapie an. In manchen Fällen können mit diesem Eingriff auch Venen an den Händen und in anderen Körperbereichen behandelt werden. Die Sklerotherapie verbessert das kosmetische Erscheinungsbild der Venen und kann zudem damit verbundene Symptome wie Schmerzen, Schweregefühl und Unbehagen lindern, die manchmal durch sichtbare Venen verursacht werden.

So wird der Eingriff durchgeführt

Der Eingriff der Sklerotherapie wird ambulant in einer Praxis durchgeführt. In der Regel ist keine Betäubung erforderlich. Der Patient liegt dabei bequem auf einer Behandlungsliege. Der Arzt identifiziert die zu behandelnden Venen durch eine visuelle Beurteilung. Bei tiefer liegenden Gefäßen erfolgt die Identifizierung manchmal unter Ultraschallkontrolle. Mit einer sehr feinen Nadel wird die Sklerosierungslösung direkt in jede betroffene Vene injiziert. Je nach Größe und Lage der Vene kann die Lösung flüssig oder als Schaum verabreicht werden. Bei der Schaumsklerotherapie wird eine aufgeschäumte Mischung verwendet, die das Blut in größeren Venen effektiver verdrängt. Die meisten Patienten beschreiben während der Injektion ein leichtes Brennen oder ein krampfartiges Gefühl, das nur wenige Sekunden anhält. In einer normalen Sitzung werden innerhalb von zwanzig bis vierzig Minuten mehrere Venen behandelt. Die Anzahl der Injektionen hängt vom Ausmaß der zu behandelnden sichtbaren Venen ab.

Was ist Sklerotherapie und wozu dient sie?

Arten von Sklerosierungslösungen, die beim Eingriff verwendet werden

Bei dem Eingriff werden verschiedene Sklerosierungslösungen verwendet. Eines der am häufigsten verwendeten Mittel ist Natriumtetradecylsulfat. Es wirkt bei Venen unterschiedlicher Größe. Eine weitere weit verbreitete Lösung ist Polidocanol, das betäubende Eigenschaften hat und die Beschwerden während der Injektion verringern kann. Hypertonische Kochsalzlösung wird manchmal bei sehr kleinen Besenreisern verwendet. Welche Lösung verwendet wird, hängt von der Größe und Lage der Venen sowie den Präferenzen des Behandlers ab. Bei größeren Venen werden Schaumformulierungen mit Natriumtetradecylsulfat oder Polidocanol bevorzugt, da der Schaum das Blut effektiver verdrängt und so einen besseren Kontakt zwischen der Lösung und der Venenwand ermöglicht. Der behandelnde Arzt wählt das für das spezifische Venenmuster jedes Patienten am besten geeignete Mittel und die entsprechende Konzentration aus.

Erholung nach der Sklerotherapie

Die Erholung nach dem Eingriff verläuft in der Regel unkompliziert und beeinträchtigt die täglichen Aktivitäten nur minimal. Um die behandelten Venen zu stützen, werden nach der Behandlung ein bis drei Wochen lang Kompressionsstrümpfe getragen. Bewegung, insbesondere Gehen, wird sofort empfohlen und unterstützt den Heilungsprozess. Die meisten Patienten kehren noch am selben Tag an ihren Arbeitsplatz zurück. Anstrengende körperliche Aktivitäten sollten jedoch ein bis zwei Wochen lang vermieden werden. Heiße Bäder, Saunagänge und längere Sonneneinstrahlung auf die behandelten Bereiche sollten während der Heilungsphase vermieden werden. Leichte Blutergüsse an den Injektionsstellen sind üblich und klingen innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Bei einigen Patienten kommt es zu einer vorübergehenden Verdunkelung der Haut entlang der behandelten Vene. Diese Verfärbung verblasst in der Regel über mehrere Wochen bis Monate hinweg. Die behandelten Venen verschwinden nach dem Eingriff allmählich aus dem Blickfeld, was drei bis sechs Wochen dauert.

Wie viele Sklerotherapie-Sitzungen sind erforderlich?

Für ein optimales Ergebnis sind bei den meisten Patienten mehrere Sklerotherapie-Sitzungen erforderlich. In der Regel sind zwei bis vier Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen erforderlich. Dabei wird bei jeder Sitzung ein Teil der sichtbaren Venen behandelt. Wenn sie nicht vollständig auf die erste Injektion ansprechen, sind einige Venen einer Wiederholungsbehandlung unterzogen. Größere oder ausgedehntere Venenmuster benötigen mehr Sitzungen. Der behandelnde Arzt beurteilt den Fortschritt zwischen den Sitzungen und passt den Behandlungsplan entsprechend an. Bei einigen Patienten tritt bereits nach zwei Sitzungen eine zufriedenstellende Besserung ein. Patienten mit ausgedehnten Besenreiser-Netzwerken benötigen möglicherweise vier oder mehr Sitzungen. Im Laufe der Zeit können Erhaltungssitzungen erforderlich werden, da sich neue Besenreiser bilden können. Die Behandlung wirkt auf bereits vorhandene, sichtbare Venen, kann jedoch die Bildung neuer Venen nicht verhindern. Regelmäßige Nachsorgetermine helfen dabei, die Ergebnisse zu überwachen und eine anhaltende Verbesserung des Erscheinungsbilds der Venen zu gewährleisten.

Ergebnisse der Sklerotherapie

Die Ergebnisse des Eingriffs entwickeln sich erst nach mehreren Wochen. In der Regel sehen die behandelten Venen zunächst schlechter aus, bevor sie besser aussehen, da die Entzündungsreaktion erst einsetzt. Eine Verdunkelung der Haut und leichte Blutergüsse sind in den ersten ein bis zwei Wochen normal. Besenreiser beginnen drei bis sechs Wochen nach der Behandlung merklich zu verblassen. Bei größeren Venen kann es drei bis vier Monate dauern, bis sie vollständig verschwunden sind. Die meisten Patienten sehen nach Abschluss der empfohlenen Behandlungsserie eine deutliche Verbesserung. Eine vollständige Beseitigung aller sichtbaren Venen ist nicht immer möglich, doch bei den meisten Patienten ist eine Verbesserung von 70 bis 90 Prozent zu sehen. Die Beine haben ein klares, glattes und gleichmäßigeres Erscheinungsbild.

Die meisten Patienten sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und berichten von einem gesteigerten Selbstbewusstsein hinsichtlich des Erscheinungsbildes ihrer Beine. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen gemäß den Empfehlungen kann den Heilungsprozess zusätzlich unterstützen und die Behandlungsergebnisse verbessern.

Fazit

Die Sklerotherapie ist eine bewährte minimalinvasive Methode zur Behandlung von Besenreisern und kleinen Krampfadern. Dabei wird eine sklerosierende Lösung in die betroffenen Venen injiziert, sodass diese kollabieren und allmählich verblassen. Die Behandlung dauert in der Praxis zwanzig bis vierzig Minuten und erfordert nur eine minimale Erholungszeit. In der Regel sind zwei bis vier Sitzungen erforderlich, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Die Ergebnisse entwickeln sich über mehrere Wochen hinweg und führen zu einer deutlichen Verbesserung des Erscheinungsbilds der Venen. Das Verfahren ist sicher und geht in der Regel mit milden Nebenwirkungen einher. Der Eingriff gilt seit Jahrzehnten als Goldstandard bei der Behandlung von sichtbaren Venen und sorgt nach wie vor für eine hohe Patientenzufriedenheit. Im Rahmen einer fachärztlichen Beratung wird die Eignung festgestellt und ein individueller Behandlungsplan für klarere, selbstbewusstere Beine erstellt. Moderne Techniken und erfahrene Fachkräfte sorgen für eine kontinuierliche Verbesserung von Komfort, Effizienz und Patientenzufriedenheit.

Um mehr über den Eingriff zu erfahren und einen Beratungstermin zu vereinbaren, besuchen Sie bitte die Seite des ACIBADEM Beauty Center Ästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Bei dieser Behandlung wird eine Lösung in die sichtbaren Venen injiziert, sodass diese kollabieren und verblassen.

Die meisten Patienten benötigen zwei bis vier Sitzungen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Die meisten Patienten beschreiben ein leichtes Brennen oder Krampfen, das nur wenige Sekunden anhält.

Besenreiser verblassen in der Regel innerhalb von drei bis sechs Wochen nach der Behandlung.

Ja, im Laufe der Zeit können sich neue Venen bilden. Diese werden im Rahmen von Erhaltungssitzungen behandelt.