Einleitung
Hängende Brüste zählen zu den häufigsten kosmetischen Problemen von Frauen. Dafür sind Schwangerschaft, Stillen, Gewichtsschwankungen, Alterung und die Schwerkraft verantwortlich. Der medizinische Fachbegriff hierfür lautet Ptose. Bei einer Bruststraffung werden die Brüste angehoben und in eine jugendlichere Position gebracht. Die Brustwarze wird angehoben. Überschüssige Haut wird entfernt. So wird die Brustkontur wiederhergestellt. Das Verständnis der Behandlungsmethode einer Bruststraffung hilft Patientinnen bei der Entscheidung, ob der Eingriff für ihr Anliegen geeignet ist. Dieser Artikel erklärt, was hängende Brüste verursacht, wie eine Operation dies korrigiert und welche Ergebnisse erreichbar sind.
Was verursacht hängende Brüste?
Es gibt mehrere Faktoren, die zu einer Brustptose beitragen. So dehnen beispielsweise Schwangerschaft und Stillzeit die Haut und die Bänder, die die Brust stützen. Zudem dehnt sich das Brustgewebe während dieser Zeit aus. Wenn es wieder sein Volumen vor der Schwangerschaft annimmt, bleibt die gedehnte Hauthülle größer. In dieser lockeren Haut sinkt die Brust nach unten. Eine Brustkorrektur bei hängenden Brüsten gleicht dieses Missverhältnis zwischen Gewebevolumen und Hauthülle aus. Ein Gewichtsverlust hat einen ähnlichen Effekt. Die Brust verliert an Fett.
Die Haut, die sich an die größere Brust angepasst hat, bleibt jedoch bestehen. Mit zunehmendem Alter nehmen Kollagen und Elastin ab. Die Cooper-Bänder, die der Brust inneren Halt geben, werden schwächer. Die Schwerkraft zieht die Brust allmählich nach unten. Wie widerstandsfähig diese Stützstrukturen sind, wird genetisch bestimmt. Bei manchen Frauen tritt bereits in den Dreißigern eine deutliche Ptose auf. Andere behalten bis in die Fünfzigerjahre hinein straffe Brüste. Eine Brustkorrektur bei hängenden Brüsten behebt die sichtbaren Folgen, unabhängig von der zugrunde liegenden Ursache.
So funktioniert eine Bruststraffung bei hängenden Brüsten
Bei diesem Eingriff wird überschüssige Haut entfernt und das verbleibende Brustgewebe neu geformt. Eine Bruststraffung hebt den Brustwarzen-Warzenhof-Komplex bei hängenden Brüsten in eine höhere, jugendlichere Position. Das Brustgewebe wird gestrafft und neu geformt, um eine rundere und stärker hervortretende Kontur zu schaffen. Die überschüssige Haut, die das Absacken der Brust verursacht hat, wird dabei entfernt. Die verbleibende Haut strafft sich um die neu geformte Brust. Eine Brustkorrektur verändert die Größe der Brüste nicht wesentlich. Sie formt das vorhandene Gewebe um und positioniert es neu. Patientinnen, die neben der Korrektur des Hängens auch größere Brüste wünschen, benötigen eine Kombination aus Brustvergrößerung und Straffung. Wer neben der Korrektur kleinere Brüste wünscht, benötigt eine Brustverkleinerung. Eine reine Brustkorrektur eignet sich für Patientinnen, die mit ihrem Brustvolumen zufrieden sind, aber die Form und Position der Brüste verbessern möchten.
Bruststraffung bei hängenden Brüsten: Schweregrade der Ptose
| Grad | Beschreibung | Behandlung |
| Leicht (Grad I) | Brustwarze an der Brustfalte oder knapp darunter | Periareoläres oder halbmondförmiges Lifting |
| Mäßig (Grad II) | Brustwarze unterhalb der Brustfalte, aber oberhalb des tiefsten Punktes | Vertikales (Lollipop-)Lifting |
| Schwer (Grad III) | Brustwarze am tiefsten Punkt, nach unten gerichtet | Anker-Lifting (umgekehrtes T) |
| Pseudoptose | Brustwarze oberhalb der Brustfalte, unterer Pol leer | Brustvergrößerung oder Brustvergrößerung mit Straffung |
Die Technik zur Korrektur hängender Brüste richtet sich nach dem Grad der Ptose. Eine leichte Erschlaffung erfordert einen weniger umfangreichen Eingriff. Eine starke Erschlaffung hingegen erfordert eine umfassendere Korrektur. Der Grad wird vom Chirurgen während des Beratungsgesprächs bestimmt, indem er die Position der Brustwarze im Verhältnis zur Brustfalte beurteilt. Dies bestimmt das Schnittmuster und die Technik. Eine Bruststraffung unter Anwendung der für den jeweiligen Grad geeigneten Technik führt zu einer möglichst harmonischen Korrektur mit möglichst geringen Narben.

Bruststraffung bei hängenden Brüsten: Schnittmuster
Es gibt drei Hauptschnittmuster, die verschiedene Ptose-Grade abdecken. Bei einer Brustkorrektur bei leicht hängenden Brüsten wird ein periareolärer Schnitt verwendet. Dabei verläuft die Narbe ausschließlich um den Brustwarzenhof herum. Dabei wird die Haut in donutförmiger Form um den Brustwarzenhof herum entfernt. Anschließend wird die Brustwarze leicht angehoben. Dieser minimalinvasive Ansatz eignet sich für eine beginnende Ptose.
Bei einer Brustkorrektur bei mäßig hängenden Brüsten wird ein Lutscher-Schnitt verwendet. Dabei verläuft die Narbe um den Brustwarzenhof herum und erstreckt sich vertikal bis zur Brustfalte. Dabei wird mehr Haut entfernt. Dadurch ist eine stärkere Umformung möglich. Die Brust wird deutlich angehoben und neu geformt. Bei einer Bruststraffung bei stark hängenden Brüsten wird dagegen ein Anker-Schnitt verwendet. Dabei umfasst die Narbe den Brustwarzenhof, die vertikale Linie und eine horizontale Linie entlang der Brustfalte. Dieses Schnittmuster ermöglicht eine maximale Hautentfernung und Gewebekorrektur. Damit wird die deutlichste Korrektur erreicht. Bei einer Brustkorrektur sind Narben ein Kompromiss, den Patientinnen akzeptieren müssen. Die Narben sind dauerhaft. Im Laufe von zwölf bis achtzehn Monaten verblassen sie jedoch deutlich. Die meisten Patientinnen geben an, dass die verbesserte Brustform die Narben bei weitem überwiegt. In den meisten Situationen werden die Narben durch Kleidung und Badebekleidung verdeckt.
Zu erwartende Ergebnisse
Die Ergebnisse sind sofort sichtbar. Eine Bruststraffung sorgt bei hängenden Brüsten bereits ab dem Tag der Operation für eine höhere, rundere und jugendlichere Brustkontur. Anfangs können Schwellungen auftreten. Die endgültige Form stabilisiert sich im Laufe von zwei bis drei Monaten. Bei einer Brustkorrektur werden die Brustwarzen mittig auf dem Brustwulst neu positioniert. Sie zeigt nun nach vorne statt nach unten. Die Brust hat im oberen Bereich ein volleres Erscheinungsbild. Der untere Bereich ist glatt und abgerundet statt länglich.
Die Ergebnisse einer Bruststraffung bei hängenden Brüsten sind lang anhaltend. Die neu geformte Brust behält ihre verbesserte Position über Jahre hinweg bei. Der Alterungsprozess und die Schwerkraft wirken jedoch weiterhin. Ein gewisses Maß an allmählichem Absinken ist daher natürlich. Die Brust erreicht jedoch nie wieder den Grad der Erschlaffung, den sie vor der Operation aufwies. Auch zehn Jahre nach der Operation zeigen die Ergebnisse noch eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Zustand vor der Operation. Die Uhr wird zurückgestellt, aber nicht angehalten. Durch gute BH-Pflege und ein stabiles Gewicht lässt sich das Ergebnis verlängern.
Erholung nach einer Bruststraffung bei hängenden Brüsten
Die Erholungsphase verläuft in der Regel unkompliziert. Nach einer Bruststraffung bei hängenden Brüsten sind ein bis zwei Wochen mit eingeschränkter Aktivität erforderlich. Der Operations-BH muss vier bis sechs Wochen lang getragen werden. In den ersten zwei Wochen sind Schwellungen und Blutergüsse zu erwarten. Die Schmerzen sind mäßig und lassen sich mit Medikamenten behandeln. Die meisten Patientinnen können innerhalb einer Woche wieder Schreibtischarbeit verrichten. Sportliche Aktivitäten sollten sechs Wochen lang eingeschränkt werden.
Aktivitäten des Oberkörpers werden ab der sechsten Woche schrittweise wieder aufgenommen. Nach acht Wochen ist wieder uneingeschränkte körperliche Betätigung möglich. In den ersten vier bis sechs Wochen sollten Sie auf dem Rücken schlafen. Das Schlafen in Seitenlage kann ab der vierten Woche wieder vorsichtig aufgenommen werden. Die Narbenpflege beginnt zwei bis drei Wochen nach der Operation. Silikonstreifen oder -gel, die auf die Schnittlinien aufgetragen werden, verbessern die Narbenqualität. Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor verhindert eine Verdunkelung der Narben. Eine konsequente Narbenpflege sorgt für möglichst unauffällige, feinste Narben.
Fazit
Eine Bruststraffung korrigiert hängende Brüste (Ptosis) wirksam, indem überschüssige Haut entfernt, das Gewebe neu geformt und die Brustwarzen angehoben werden. Die Technik wird dabei an den Grad der Erschlaffung angepasst. Eine leichte Ptose erfordert nur minimale Schnitte. Bei einer schweren Ptose ist eine Operation nach dem Anker-Muster erforderlich. Die Ergebnisse sind lang anhaltend. Die Erholungsphase dauert ein bis zwei Wochen, bis man sich wieder in der Gesellschaft wohlfühlt. Die Narbenbildung ist der wichtigste Kompromiss. Eine Bruststraffung bei hängenden Brüsten führt in der Regel zu einer hohen Patientenzufriedenheit. In einer professionellen Beratung wird die am besten geeignete Technik ermittelt. In der Türkei wird der Eingriff zu wettbewerbsfähigen Preisen von erfahrenen Brustchirurgen angeboten.
Für weitere Informationen zu Bruststraffungen und zur Buchung eines Beratungstermins besuchen Sie bitte die Seite „Ästhetik“ des ACIBADEM Beauty Centers.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Dabei wird die Brustwarze angehoben, überschüssige Haut entfernt und die Brust in eine jugendlichere Position gebracht.
Nicht wesentlich. Der Eingriff dient der Umformung und Neupositionierung. Wenn Sie zusätzlich mehr Volumen wünschen, können Sie eine Brustvergrößerung hinzufügen.
Jahre. Zwar wirkt die Schwerkraft im Laufe der Zeit weiter, doch die Brust kehrt nie wieder in den Zustand vor der Operation zurück.
Ja. Der Schnittverlauf hängt vom Grad der Erschlaffung ab. Die Narben verblassen im Laufe von zwölf bis achtzehn Monaten deutlich.
Zwischen zweitausend und viertausend Pfund, alles inklusive.