Einleitung

Bei der Glaukom-Laseroperation wird der Augeninnendruck gesenkt, der beim Glaukom den Sehnerv schädigt. Sie ist eine wichtige Behandlungsoption für Patienten, bei denen das Glaukom durch Augentropfen allein nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Die Operation stellt bereits verlorenes Sehvermögen jedoch nicht wieder her. Durch die Regulierung des Augeninnendrucks wird jedoch ein weiterer Sehverlust verhindert. Es gibt verschiedene Arten der Glaukom-Laseroperation. Jede eignet sich für unterschiedliche Formen und Stadien der Erkrankung. Dieser Artikel behandelt die wichtigsten Verfahren, für wen sie geeignet sind und was zu erwarten ist.

Was ist ein Glaukom und warum ist die Druckkontrolle wichtig?

Das Glaukom ist eine Gruppe von Augenerkrankungen, die den Sehnerv schädigen. Der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor ist ein erhöhter Augeninnendruck. Der Sehnerv leitet visuelle Informationen vom Auge zum Gehirn weiter. Wenn der Augeninnendruck zu hoch ist, werden die Sehnervenfasern nach und nach geschädigt. Ein durch ein Glaukom verursachter Sehverlust beginnt am Rande des Gesichtsfeldes. Wenn er bemerkt wird, sind bereits erhebliche Schäden eingetreten. Die Kontrolle des Augeninnendrucks ist daher das vorrangige Ziel jeder Glaukombehandlung. Eine Glaukom-Laseroperation kommt zum Einsatz, wenn Augentropfen nicht ausreichen oder schlecht vertragen werden.

Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT)

Die selektive Lasertrabekuloplastik ist die am häufigsten durchgeführte Form der Laseroperation bei Offenwinkelglaukom. Dabei wird das Trabekelwerk mit einem Niedrigenergie-Laser stimuliert. Dies ist das Abflussgewebe am Kammerwinkel der Vorderkammer. Durch die Stimulation verbessert sich der Abfluss des Kammerwassers aus dem Auge. Der Wirkmechanismus ist eher biologischer als mechanischer Natur. Nach einer SLT-Behandlung werden die Trabekelzellen aktiver. Dadurch sinkt der Augeninnendruck. Die Drucksenkung stellt sich in der Regel innerhalb von ein bis drei Monaten ein. Der Eingriff dauert fünf bis zehn Minuten. Er wird ambulant durchgeführt. Ein Schnitt ist nicht erforderlich. Das Auge kann ein bis zwei Tage lang leicht gereizt sein. Dies ist eine leichte und vorübergehende Nebenwirkung. Die SLT kann wiederholt werden, falls die Wirkung mit der Zeit nachlässt. Dadurch ist sie eine nachhaltige Langzeitoption für die Behandlung des Offenwinkelglaukoms.

Periphere Laser-Iridotomie (LPI)

Die periphere Laser-Iridotomie kommt bei Engwinkelglaukom zum Einsatz und dient der Prophylaxe gegen akutes Winkelverschlussglaukom. Dabei wird mit einem Laser ein kleines Loch in den Randbereich der Iris gebohrt. Dadurch kann das Kammerwasser einen blockierten Pupillenweg umgehen. Der Druck zwischen der vorderen und hinteren Augenkammer wird ausgeglichen. Der Eingriff ist schnell. Er dauert normalerweise weniger als zehn Minuten. In den Stunden nach dem Eingriff sind leichte Entzündungen und verschwommenes Sehen möglich. Diese klingen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Die LPI ist hochwirksam bei der Vorbeugung akuter Winkelverschlussanfälle.

Laseroperation bei Glaukom: Ist sie die richtige Option für Sie?

Cyclodioden-Laserbehandlung

Die Cyclodioden-Laserbehandlung kommt bei fortgeschrittenem oder therapieresistentem Glaukom zum Einsatz. Sie kommt zum Einsatz, wenn der Augeninnendruck durch andere Behandlungen nicht kontrolliert werden konnte. Der Laser zielt dabei auf den Ziliarkörper ab. Das ist das Gewebe, das im Inneren des Auges das Kammerwasser produziert. Durch die Verringerung der Produktion sinkt der Augeninnendruck. Dieser Eingriff wird häufiger angewendet, wenn chirurgische Drainageverfahren nicht wirksam waren. Er kann mehr Beschwerden verursachen als die Verfahren SLT oder LPI. Auf die Behandlung folgt eine Phase der Entzündung und Anpassung. In geeigneten Fällen kann die Drucksenkung erheblich sein.

Für wen ist eine Glaukom-Laseroperation geeignet?

Die Glaukom-Laseroperation eignet sich für viele Patienten. Die SLT ist beispielsweise für Patienten mit Offenwinkelglaukom geeignet. Sie ist eine gute Option für Patienten, die Augentropfen nicht vertragen oder Probleme bei der Einhaltung der Therapie haben. Auch für Patienten, die einen medikamentenfreien Ansatz bevorzugen, ist die SLT eine gute Option. Die LPI ist für Patienten mit engen Winkeln geeignet. Dazu gehören Patienten mit einem Risiko für einen akuten Winkelverschluss sowie solche mit anatomisch engen Vorderkammerwinkeln. Die Cyclodiode-Behandlung ist Patienten mit fortgeschrittenem Glaukom vorbehalten, bei denen frühere Behandlungen versagt haben. Ein Augenarzt beurteilt die Eignung für diese Behandlung anhand der Art des Glaukoms, des Augeninnendrucks und der bisherigen Behandlungsgeschichte.

Was Sie nach einer Glaukom-Laseroperation erwarten können

Nach einer Laser-Augenoperation kann das Auge ein bis zwei Tage lang schmerzen und lichtempfindlich sein. Es werden entzündungshemmende Augentropfen verschrieben. Diese werden für einen bestimmten Zeitraum nach dem Eingriff angewendet. Der Augeninnendruck wird bei einem Nachsorgetermin innerhalb von vier bis sechs Wochen kontrolliert. Die drucksenkende Wirkung der SLT entfaltet sich über einen Zeitraum von einem bis drei Monaten. Der Augenarzt überwacht das Ansprechen auf die Behandlung und passt den gesamten Behandlungsplan entsprechend an. Die Augentropfen können reduziert oder abgesetzt werden, wenn der Laser eine ausreichende Drucksenkung bewirkt hat. Bei einigen Patienten müssen die Augentropfen jedoch parallel zur Laserbehandlung weiter eingenommen werden.

Glaukom-Laseroperation in der Türkei

Glaukom-Laseroperationen werden in akkreditierten Augenkliniken in Istanbul durchgeführt. Dort stehen dieselben Laserplattformen zur Verfügung wie in britischen Kliniken. Die Augenärzte der führenden Kliniken in Istanbul verfügen über international anerkannte Qualifikationen. Die Kosten für eine solche Operation sind in der Türkei deutlich niedriger als in privaten Augenkliniken in Großbritannien. So kostet eine SLT in Großbritannien 500 bis 1.500 Pfund. In Istanbul liegen die entsprechenden Kosten bei 200 bis 600 Pfund. Internationale Patienten sollten sicherstellen, dass sie der türkischen Klinik vor der Behandlung ihre vollständige Glaukom-Anamnese und die aktuelle Medikamentenliste vorlegen. Auch Aufzeichnungen über frühere Augenoperationen und aktuelle Untersuchungsergebnisse können die Behandlungsplanung unterstützen. Vor der Reise sollten Patienten die Nachsorgevereinbarungen bestätigen.

Fazit

Die Glaukom-Laseroperation ist eine etablierte Methode, um den Augeninnendruck zu senken. Die SLT kommt häufig bei Offenwinkelglaukomen zum Einsatz. Die LPI wird dagegen bei Engwinkelglaukomen und bei einem erhöhten Risiko für einen Winkelverschluss angewendet. Die Cyclodioden-Behandlung kann in ausgewählten fortgeschrittenen oder therapieresistenten Fällen helfen. Keiner dieser Eingriffe stellt das durch das Glaukom bereits verlorene Sehvermögen wieder her. Stattdessen zielt die Behandlung darauf ab, das Risiko weiterer Schäden zu verringern. Die Eignung richtet sich nach der Art des Glaukoms und der Behandlungsgeschichte des Patienten. In der Türkei werden Laseroperationen zu potenziell geringeren Kosten angeboten als in privaten Krankenhäusern in Großbritannien. Patienten sollten jedoch der Fachkompetenz des Augenarztes, einer angemessenen Ausstattung und einer zuverlässigen, langfristigen Nachsorge Vorrang einräumen. Die Kosten sollten gegenüber der klinischen Eignung und Sicherheit zweitrangig bleiben. Eine professionelle augenärztliche Beratung ist der wesentliche erste Schritt.

Um weitere Informationen zur Laserchirurgie zu erhalten und einen Beratungstermin zu vereinbaren, besuchen Sie bitte die Seite „Laser-Augenchirurgie“ des ACIBADEM Beauty Centers.

Häufig gestellte Fragen

Nein, denn eine Glaukom-Laseroperation senkt lediglich den Augeninnendruck, um weiteren Sehverlust zu verhindern. Das durch eine Schädigung des Sehnervs bereits verlorene Sehvermögen kann dadurch jedoch nicht wiederhergestellt werden. Eine frühzeitige Behandlung bewahrt jedoch mehr vom verbleibenden Sehvermögen.

SLT und LPI dauern jeweils fünf bis zehn Minuten. Die Cyclodiode-Behandlung kann etwas länger dauern. Alle Eingriffe werden ambulant durchgeführt, ein Krankenhausaufenthalt ist nicht erforderlich.

Die meisten Patienten verspüren nur minimale Beschwerden. Ein leichtes Stechen während des Eingriffs ist üblich. Das Auge kann danach ein bis zwei Tage lang schmerzen und lichtempfindlich sein. Dies lässt sich mit verschriebenen, entzündungshemmenden Augentropfen gut behandeln.

Ja. Sie kann wiederholt werden, wenn die drucksenkende Wirkung mit der Zeit nachlässt. Normalerweise bleibt sie zwei bis fünf Jahre lang wirksam, bevor eine Wiederholungsbehandlung erforderlich wird.

Die SLT verbessert den Abfluss des Kammerwassers durch das Trabekelwerk. Sie wird bei Offenwinkelglaukom eingesetzt. Bei der LPI wird hingegen ein Loch in die Iris gebohrt, um den Druck bei einem Engwinkelglaukom zu senken. Die beiden Verfahren zielen somit auf unterschiedliche anatomische Bahnen ab.